«Die Trennungsfrist gehört abgeschafft!»
Das Interview stammt aus dem Jahr 2012 und dreht sich um die Schwierigkeiten langwieriger Scheidungsverfahren sowie die Situation von Zweitpartnern nach einer Trennung.
Roger Groner vertritt darin die Auffassung, dass die gesetzliche zweijährige Trennungsfrist vor einer Scheidung nicht mehr zeitgemäss sei. Seiner Erfahrung nach finden in dieser Zeit nur sehr wenige Paare wieder zusammen, weshalb er eine sofortige Scheidung auf Verlangen befürwortet. Gleichzeitig kritisiert er, dass streitige Scheidungsverfahren durch mangelnde Kompromissbereitschaft der Ehegatten, aufwendige Abklärungen und teilweise auch durch die Arbeitsweise der Gerichte unnötig in die Länge gezogen werden können.
Ein weiterer Schwerpunkt des Interviews sind die finanziellen Folgen von Scheidungen. Groner weist darauf hin, dass langwierige Verfahren für beide Seiten sehr teuer werden können und sowohl für Männer als auch für Frauen ein erhebliches Armutsrisiko darstellen. Besonders belastend sei dies, wenn Unterhaltszahlungen über viele Jahre geleistet werden müssen oder neue Familien gegründet werden.
Daneben beschreibt er verschiedene Strategien, mit denen Parteien Scheidungsverfahren verzögern oder ihre Position verbessern wollen, etwa durch zusätzliche Gutachten, komplizierte Vermögensverschiebungen oder andere prozessuale Massnahmen. Als wichtigste Empfehlung nennt er, Trennungen möglichst sachlich und einvernehmlich zu regeln und unnötige Eskalationen zu vermeiden.
Kurzfassung in drei Sätzen:
Roger Groner kritisiert im Interview die zweijährige Trennungsfrist und plädiert dafür, dass Ehepartner sich auf Wunsch sofort scheiden lassen können. Er beschreibt, wie langwierige und konfliktreiche Scheidungsverfahren erhebliche emotionale und finanzielle Belastungen für alle Beteiligten verursachen. Gleichzeitig warnt er vor Verzögerungstaktiken und empfiehlt, Trennungen möglichst pragmatisch und einvernehmlich zu lösen.
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Ein Kommentar
Katka Neff
Ich habe drei Scheidungsanwälte aufgesucht, u.a. Herr Groner. Er war der einzige, der mir gleich am anfang konkrete Ratschläge gab. Im Gerichtsverfahren war er einfach souverän! DANKE.